Und wie eine App ihn in Schach halten kann

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) sind mitunter lebensbedrohlich. Bis zum Jahr 2030 wird es die Krankheit sein, die die dritthäufigste Todesursache ist. Dennoch ist der Begriff COPD einer großen Mehrheit der Deutschen unbekannt. Schlüssel im Kampf gegen COPD ist die Therapietreue. Kata®, die App des Münchener Startups VisionHealth (https://visionhealth.gmbh), soll nun Betroffenen bei Therapietreue und Behandlungseffizienz helfen und nebenbei die Kosten für chronische Lungenerkrankungen senken, die allein in der EU jährlich 82,3 Milliarden Euro betragen.

München / Frankfurt, 23. Mai 2018 – Keine Luft zu bekommen, ist ein Alptraum – der für Millionen von Menschen allerdings regelmäßige Realität ist. COPD (chronic obstructive pulmonary disease) oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung geht mit verengten Atemwegen einher und senkt die Lebensqualität der Betroffenen massiv. Die große Mehrheit der Deutschen hat den Begriff COPD noch nie gehört – und das, obwohl hierzulande laut der BOLD-Studie (Burden of Obstructive Lung Disease), an der sich die Medizinische Hochschule Hannover beteiligte, im Jahr 2030 mit 7,9 Millionen Betroffenen zu rechnen ist. COPD ist in den Industrieländern inzwischen eine der häufigsten Todesursachen und die Todesfälle steigen an. Bis zum Jahre 2030 wird die Krankheit nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die dritthäufigste Todesursache sein. Ausgelöst wird COPD in der Regel durch Rauchen.

20 Millionen der rund 511 Millionen EU-Bürger kämpfen mit COPD, 36 Millionen mit Asthma. Laut WHO leiden weltweit 600 Millionen Menschen an chronischen Atemwegserkrankungen, jedes Jahr versterben 3,5 Millionen Menschen an den Folgen. Jene pneumologischen Erkrankungen verursachen direkt und indirekt (etwa durch Arbeitsausfälle) allein in Europa jährlich Kosten in Höhe von 82,3 Milliarden Euro. Diese sind auch deswegen so hoch, weil die Patienten die Inhalationsgeräte falsch verwenden, was oft Krankenhausaufenthalte nach sich zieht.

Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten

„COPD wird trotz seiner Gefährlichkeit und Verbreitung noch stark unterschätzt. Viele Patienten ahnen gar nicht, dass sie die Inhalationsgeräte falsch gebrauchen, weil ihnen das niemand demonstriert. Die Digitalisierung bringt nun frischen Wind in die Medizin und den Patienten neuen Atem“, so Dr. Gerhard Scheuch, Lead-Investor der VisionHealth GmbH, die mit Kata® eine App entwickelt hat, die Erkrankten beim Gebrauch der Geräte effektiv helfen soll. Als Business Angel ist er an verschiedenen LifeScience- und Healthcare-Start-ups beteiligt und verfügt über weitreichende Erfahrung auf dem Gebiet der Behandlung von Atemwegserkrankungen. U.a. gründete er Activaero, einen Spezialisten im Bereich Atemwegserkrankungen, der zahlreiche Meilensteine in der Aerosol-Forschung setzte und den er 2014 für 130 Mio. Euro an eine britische Medizintechnikgruppe verkauft hat. „Die App bietet hier eine großartige Chance, als kleines aber sehr wichtiges Puzzlestück einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen diese tückische Erkrankung zu leisten“, so Dr. Scheuch.

Sport in Maßen, die richtige Ernährung und Impfung bei gleichzeitigem Verzicht auf ungesunde Gewohnheiten wie Rauchen sind wichtig bei der Behandlung. Medikamentös lässt sich COPD analog zu Asthma behandeln; die Mehrheit der Betroffenen verwendet Inhalationsgeräte. Entscheidend für den Erfolg der Behandlung aber ist neben der korrekten Anwendung der Geräte nicht zuletzt die Therapietreue, d.h. die regelmäßige Einnahme von Dauermedikamenten. Auch dann, wenn die Belastung nicht akut ist. An diesen Punkten setzt VisionHealth mit der App Kata® an. Gegründet wurde das junge Münchener Unternehmen von Dr. Sabine Häußermann. Die Ingenieurin der Medizintechnik hat 20 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der chronischen Lungenerkrankungen in Kata® einfließen lassen.

Die wichtigste Waffe gegen COPD: Therapietreue

Kata® ermöglicht als digitaler Assistent dank künstlicher Intelligenz und Augmented Reality eine effektive Inhalationstherapie für sämtliche verfügbare Inhalationsgeräte. Die App leitet den Nutzer an, misst etwa die aufgenommene Menge des Wirkstoffs, erinnert an Anwendungen, analysiert den Gebrauch und gibt Rückmeldung, um Inhalationstechnik und Therapietreue zu verbessern. Mit ausdrücklicher Genehmigung der Patienten und unter strikter Einhaltung des Datenschutzes aggregiert Kata® anonymisierte Datensätze. Diese erlauben es Wissenschaftlern, Therapien weiterhin zu optimieren. Und ganz nebenbei senkt die Therapietreue auch die Behandlungskosten, da die Inhalationsgeräte effizienter genutzt werden.

Finanzierungsrunde auf aescuvest

Um die anstehenden Entwicklungsschritte und die Vorbereitung zur Markteinführung von Kata® umsetzen zu können, präsentiert sich die VisionHealth GmbH derzeit einem großen Publikum auf der auf Gesundheitsunternehmen spezialisierte Crowdinvesting-Plattform aescuvest. Anleger haben dort bereits knapp 60.000 Euro investiert.

Näheres zu Kata® erfahren Sie unter https://www.aescuvest.de/kata[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]