Warum in VisionHealth investieren?

 

Herr Dr. Scheuch, können Sie sich bitte kurz vorstellen?

Ich bin Bio Physiker in den Bereichen Aerosol-Medizin und pulmonaler Wirkstoffverabreichung und konnte mein Wissen nutzen, um selbst als Entrepreneur tätig zu werden. Unter anderem habe ich 1997 die Firma ‚Inamed‘ und 2005 das Unternehmen „Activaero“ gegründet, welches sich auf hocheffiziente Medikamentenverabreichung durch Aerosoltechnologien und Inhalationssysteme spezialisierte. Dafür haben wir zwei eigene Inhalationstechnologien auf den Markt gebracht, die AKITA Jet®, die durch eine spezielle Applikation der Atemtechnik 50% Medikamenteneinsparung bei den Patienten ermöglichen kann und den Watchhaler eine innovative Inhalationshilfe für Kinder. Außerdem bin ich als Business Angel und Investor tätig und habe das Beratungsunternehmen „GS Bio-Inhalation GmbH“ gegründet. In den letzten Jahren konnte ich viele junge, aufstrebende Unternehmen erfolgreich durch meine Investitionen unterstützen und dadurch einen langen Track Record aufweisen.
Wie sieht Ihr Beteiligungsportfolio derzeit aus? Gibt es bestimmte Schwerpunkte, bestimmte Bereiche, in die Sie besonders gerne investieren?
Ein besonderes Augenmerk richte ich derzeit auf die Medizintechnik, dort gibt es immer noch einen großen Bedarf und ein Weiterentwicklungspotenzial. Ferner sollte der Bereich der Inhalationstherapie meiner Meinung nach nicht vernachlässigt werden, Investitionen in Forschung sind für mich unumgänglich.

Was sind Punkte, auf die Sie besonders achten, wenn Sie sich an einem Startup beteiligen?

Zuallererst stelle ich mir die Frage: „Bietet die Unternehmung eine innovative und nutzbringende Idee? Wird das Geschäftsmodell überzeugend und prägnant vermittelt und wenn ja, wie? Dann stelle ich mir die Frage: Kann ich dem Unternehmen in der jetzigen Phase mit meiner Erfahrung weiterhelfen? Des Weiteren achte ich bei Startups besonders darauf, ob die Dynamik des Teams funktioniert. Neben Expertise sind Wertschätzung, Transparenz und Gemeinschaft wesentliche Eckpfeiler eines gesunden und produktiven Arbeitsklimas und spielen für den Erfolg eine wesentliche Rolle.
Sind sie bei Ihrer Entscheidung, ob Sie sich an einem Unternehmen beteiligen eher durch ein hohes Renditepotential motiviert oder spielt der potentielle „Impact“ auch eine Rolle in der Entscheidungsfindung?
Der Impact spielt für mich bei der Beteiligung auf jeden Fall die entscheidende Rolle. Trotzdem muss berücksichtigt werden, dass den Patienten nur durch ein erfolgreiches Produkt geholfen werden kann. Ein Produkt, dass nicht vermarktet werden kann, ist nicht rentabel und wird dann aber auch nicht vom Kunden angenommen. Die Renditewahrscheinlichkeit weist schließlich auch auf die Erfolgswahrscheinlichkeit im Markt.

Sie verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich respiratorischer Therapeutika. Mit diesen Themen verbindet man lange Entwicklungszeiten, hohen Finanzbedarf und große Risiken. Was reizt Sie persönlich daran, sich in dieser Branche zu engagieren?

Als Biophysiker sehe ich die Herausforderung, das Medikament an den dafür vorgesehenen physischen Wirkort zu bekommen. Diese ist bei inhalativen Medikamenten besonders groß. Um Probleme und Herausforderungen auf dem Gebiet der Inhalationstherapie zu lösen, ist ein multidisziplinäres Team zwingend notwendig. Schon immer besaß dieses Gebiet spannende Problemstellungen. Die Weiterentwicklung ist daher unerlässlich, da Patienten die Hilfe dringend benötigen.

Wie darf man sich die Zusammenarbeit zwischen VisionHealth und Ihnen vorstellen?

Mein Ziel bei der Zusammenarbeit mit VisionHealth ist es zunächst, in beratender Funktion zu agieren und die Vision des Startups in den bedeutsamen Kreisen zu vernetzen und zu verbreiten. Dabei dient mir mein großes Netzwerk auf dem Gebiet der respiratorischen Krankheiten insbesondere bei Ärzten und Pharmafirmen und im Bereich von Investoren.

Was hat sie dazu bewegt, sich bei VisionHealth zu beteiligen?

Die außergewöhnliche Idee, einen intelligenten Algorithmus zu entwickeln, der mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Inhalationstherapie zu optimieren – das hat mich überzeugt. Ich möchte VisionHealth in ihrem Vorhaben unterstützen und die Festigung und Weiterentwicklung der Idee in der digitalen Welt vorantreiben. Außerdem bin ich mir sicher, dass durch das hohe Engagement und die effektive Zusammenarbeit des bestehenden Teams die Herausforderungen gemeistert werden können.

Und was macht VisionHealth für Sie besonders attraktiv?

Die VisionHealth GmbH hat mit ihrer innovativen Idee eine Nische im Markt entdeckt, die bis jetzt in diesem Maße noch nicht erschlossen wurde. Sie bietet die digitale Lösung für ein altbekanntes Problem und kann mit den heutigen Möglichkeiten und neuen Mechanismen die Lebensqualität der Patienten und das Adhärenz-Management erheblich verbessern. Letztendlich sehe ich eine große Chance und auch eine hohe Renditewahrscheinlichkeit auf dem Markt der Inhalationstherapie.

 

Lieber Herr Dr. Scheuch, haben Sie vielen Dank für dieses interessante Interview!