02 Sep. Interview mit Julian Rösch: Hinter den Kulissen – Patientenzentrierte Lösungen gestalten
Wussten Sie, dass bis zu 90 % der Inhalationsanwender kritische Fehler machen, die die Wirksamkeit der Behandlung verringern? Bei VisionHealth nutzen wir KI, um das zu ändern.
Heute sprechen wir mit Julian Rösch, Produktmanager bei VisionHealth, darüber, wie künstliche Intelligenz die Inhalationstherapie revolutioniert und die Atemwegspflege verbessert.
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Was hat Sie ursprünglich zur Digitalen Gesundheit geführt?
Nach mehreren Jahren in der Beratung suchte ich eine Rolle, in der Innovation direkt auf die Bedürfnisse der Nutzer:innen eingeht. Digitale Gesundheit bietet die Chance, Technologie mit einfühlsamer Versorgung zu verbinden.
Es ging darum, über das Beraten hinauszugehen und Teil der Lösung zu werden. Die Lösungen, die wir entwickeln, haben das Potenzial, die Gesundheitsversorgung zu transformieren – einfacher, zugänglicher und effizienter zu machen.
Meine Reise in die digitale Gesundheit ist auch tief in meinem akademischen Hintergrund verwurzelt.
Während meines Studiums hatte ich bereits einen Fokus auf Medizintechnik – schon vor über zehn Jahren wurde so meine Leidenschaft für die Schnittstelle zwischen Medizin und Technologie entfacht.
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Was umfasst Ihre Rolle bei VisionHealth im Alltag?
Als Produktmanager leite ich die Entwicklung fortschrittlicher Softwarelösungen im Bereich Atemwegserkrankungen – mit besonderem Fokus auf medizinische Mobilanwendungen.
Mein Alltag besteht darin, eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen unseren Entwicklungs-, Design- und Qualitätssicherungsteams zu orchestrieren, um sicherzustellen, dass unsere Apps die Behandlungsergebnisse der Patienten tatsächlich verbessern und strenge regulatorische Standards erfüllen.
Mein zentraler Beitrag besteht darin, die Brücke zwischen Patient:innen, Gesundheitsversorgung und Technologie zu schlagen – und so sicherzustellen, dass unsere Apps echten Nutzen bieten.
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Was unterscheidet VisionHealth im Bereich Digitaler Therapeutika?
VisionHealth zeichnet sich durch eine starke medizinisch-wissenschaftliche Grundlage aus. Unser Team besitzt die Expertise, um robuste klinische Studien durchzuführen – mit dem Ziel, evidenzbasierte und therapeutisch wirksame Lösungen zu schaffen.
Wir entwickeln Software, die den regulatorischen Anforderungen für Software als Medizinprodukt entspricht – das hebt uns von klassischen Fitness- und Gesundheits-Apps ab.
Darüber hinaus sammeln wir eigene Daten zur Entwicklung proprietärer KI-Modelle. Dieser Ansatz verbessert nicht nur die Präzision unserer Lösungen, sondern erlaubt es uns auch, mit dem rasanten Fortschritt im Digital-Health-Bereich Schritt zu halten.
4. Was ist die größte Herausforderung, wenn es darum geht, Innovation in die reale Versorgung zu bringen?
Die Akzeptanz bei Patient:innen und Leistungserbringern ist eine große Herausforderung – Vertrauen aufzubauen und die konkreten Vorteile aufzuzeigen ist essenziell.
Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Akteure zu verstehen, sie aufzuklären und wirksam zu kommunizieren, wie Innovationen die Ergebnisse verbessern, erfordert Beharrlichkeit.
Auch regulatorische Anforderungen sind komplex. Hier bedarf es höchster Sorgfalt.
Nicht zuletzt ist Datensicherheit ein zentrales Thema: den Schutz sensibler Daten mit technologischem Fortschritt zu vereinen, ist essenziell, um Vertrauen zu wahren und ethisch korrekt zu handeln.
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Wie ist es, in einem internationalen Team über Kontinente hinweg zu arbeiten?
Die Zusammenarbeit mit einem internationalen Team über Europa, die USA und Asien hinweg funktioniert durch unsere gemeinsame Mission – unabhängig vom Standort.
Was zählt, ist die Motivation und das Engagement jedes Teammitglieds.
Moderne Kommunikationstools helfen uns, Zeitzonen zu überbrücken und die Zusammenarbeit effizient zu gestalten, sodass wir alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.
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Welche Botschaft möchten Sie Patient:innen und Fachkräften mitgeben?
Zusammenarbeit ist der Schlüssel. Ihr Feedback und Ihre Einblicke treiben Innovation voran und helfen uns, Lösungen zu entwickeln, die wirklich auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Leider wird Gesundheitsversorgung oft nicht aus der Sicht der Patient:innen gedacht und gestaltet. Genau deshalb sind Ihre Rückmeldungen so wichtig: SIE können Innovationen vorantreiben!
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Gibt es eine Person oder ein Buch, das Sie inspiriert?
Im Technologiesektor inspiriert mich Steve Jobs besonders – durch seinen unermüdlichen Drang nach Exzellenz und Innovation.
Seine Fähigkeit, Kreativität mit Technik zu verbinden und Produkte zu schaffen, die unseren Alltag verändern, ist beeindruckend.
Jobs’ Fokus auf Benutzerfreundlichkeit erinnert mich stets daran, Lösungen mit dem Endnutzer im Fokus zu entwickeln.
Ich empfehle seine offizielle Biografie und seine legendären Keynotes.
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Ein Zitat, das Sie lieben?
Ein Zitat von Steve Jobs, das mich besonders inspiriert, ist:
„Innovation unterscheidet zwischen einem Anführer und einem Anhänger.“
Es betont, wie wichtig es ist, Vorreiter zu sein und ständig Grenzen zu verschieben, um wirklich wirkungsvolle Lösungen zu schaffen.
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Was sind die wichtigsten Lektionen, die Sie bisher gelernt haben?
Digitales Produktmanagement ist alles andere als simpel – das ist eine der zentralen Lektionen.
Am Ende geht es darum, auf die Realität zu treffen: zu lernen, was wirklich Sinn ergibt, und dabei Ablenkung herauszufiltern.
Das ist leichter gesagt als getan – es erfordert ständiges Reflektieren und Anpassen.
Eine gute Produktstrategie ist dabei entscheidend: Wenn sie richtig aufgesetzt ist, vereinfacht sie Entscheidungen und sorgt dafür, dass man den Fokus behält und echten Mehrwert liefert.
Mein Rat an alle, die in die Tech-Branche einsteigen wollen: Bleibt neugierig und offen für Neues. Behaltet den Nutzerfokus bei – das ist der Schlüssel zu echter Innovation.
Was denken Sie über KI im Bereich der Atemwegsgesundheit? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit!
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